Motivation beim Sport: Was dich wirklich dranbleiben lässt

Was innere von äußerer Motivation unterscheidet, warum Selbstwirksamkeit dich beim Training dranbleiben lässt und welche Rolle Belohnungen dabei spielen.

Motivation & MindsetLara Kölzow2 Min. Lesezeit

Personal Trainerin Lara Kölzow korrigiert die Haltung einer Kundin bei einer Übung mit dem Schlingentrainer, der an einem Baumast hängt

Warum ziehen manche ihr Training monatelang durch, während andere nach drei Wochen aufgeben – obwohl beide es wirklich wollten? Mit Disziplin allein hat das wenig zu tun. Die Motivationspsychologie hat dafür ein paar ziemlich gute Erklärungen. Hier sind die, die mir im Training mit Frauen am häufigsten begegnen.

Der Antrieb zur Veränderung

In der Psychologie wird Motivation als der Prozess definiert, der uns dazu bewegt, ein Ziel zu verfolgen und unser Verhalten in die gewünschte Richtung zu lenken. Wenn es um Fitness und Gesundheit geht, kann die Motivation aus verschiedenen Quellen stammen, wie dem Wunsch nach einem gesünderen Lebensstil, dem Drang, sich wohler in der eigenen Haut zu fühlen, oder dem Ziel, mehr Energie für den Alltag zu haben.

Der erste Schritt ist oft, ehrlich zu benennen, was du eigentlich erreichen willst. Allein dass du darüber nachdenkst, mit einer Trainerin zu arbeiten, zeigt: Der Wille zur Veränderung ist schon da.

Innere vs. äußere Motivation

Es gibt zwei Haupttypen der Motivation: innere und äußere. Innere Motivation kommt von dir selbst, basiert auf persönlichen Werten und Überzeugungen und ist oft nachhaltiger. Äußere Motivation stammt von äußeren Belohnungen oder Anreizen, wie Lob, Anerkennung oder Belohnungen.

Die Psychologen Edward Deci und Richard Ryan haben das in ihrer Selbstbestimmungstheorie beschrieben: Wer etwas aus eigenem Antrieb tut, bleibt eher dabei. Deshalb frage ich im Erstgespräch nicht nur nach deinem Ziel, sondern auch danach, warum es dir wichtig ist. Das Warum trägt dich durch die Wochen, in denen das Ziel noch weit weg ist.

Selbstwirksamkeit und Motivation

Die Psychologie der Motivation betont auch die Bedeutung der Selbstwirksamkeit, was das Vertrauen in deine Fähigkeit bedeutet, die gesteckten Ziele zu erreichen. Wenn du an dich selbst glaubst und das Gefühl hast, dass du in der Lage bist, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um deine Ziele zu verwirklichen, steigt deine Motivation erheblich.

Den Begriff hat der Psychologe Albert Bandura geprägt. Die gute Nachricht: Selbstwirksamkeit wächst mit jedem Erfolgserlebnis. Deshalb setze ich im Training auf Ziele, die du wirklich erreichst, und mache sichtbar, was du schon geschafft hast. Die erste saubere Liegestütze überzeugt mehr als jede Motivationsrede.

Die Rolle der Belohnung

In der Motivationspsychologie spielt die Belohnung eine wichtige Rolle. Wenn du positive Ergebnisse aus deinem Training siehst, wird dies deine Motivation verstärken. Belohnungen können in Form von sichtbaren Fortschritten, gesteigerter Energie oder einem gesteigerten Selbstwertgefühl auftreten.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass externe Belohnungen allein nicht immer nachhaltig sind. Die Motivation sollte aus der Freude an der Tätigkeit und den inneren Belohnungen, die sie mit sich bringt, erwachsen.

Fazit: Motivation ist trainierbar

Motivation fällt nicht vom Himmel, und sie ist auch kein Charakterzug, den man hat oder eben nicht. Ein klares Warum, kleine Erfolge und die Freude an der Bewegung selbst tragen weiter als jeder Vorsatz.

Wenn du dabei Unterstützung möchtest: Wie ich mit Frauen in Hannover trainiere, liest du bei Personal Training für Frauen.

Dieser Beitrag gibt Erfahrungen aus dem Training wieder und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.

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